Musikverein Rinsecke Oberhundem 1909 e.V.

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Christoph Sasse (1. Vorsitzender)
Rüsper Straße 36
57399 Kirchhundem - Oberhundem
Telefon: 0173 - 86 19 429

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Der MVRO vor der Adolphsburg im Jahr 2008
MVRO im Jahr 2008

Kurzportrait

Der Musikverein Rinsecke-Oberhundem (MVRO) ist ein symphonisches Blasorchester mit 54 aktiven Musikerinnen und Musikern. Des weiteren besteht eine 12-köpfige Tanzkapelle, mit einem großen Repertoire an moderner Tanz- und Unterhaltungsmusik. Für kleinere Auftritte sind eine Egerländerbesetzung sowie ein Blechbläserensemble vorhanden. Somit kann der Musikverein vielfältige musikalische Aufgaben bewältigen.
Um dies auch für die Zukunft sicherzustellen wird Jugendausbildung im Musikverein „Groß“ geschrieben. Zur Zeit sind 20 Kinder und Jugendliche in der Ausbildung. In Zusammenarbeit mit befreundeten Vereinen aus der Umgebung besteht ein Jugendorchester, in dem der Nachwuchs für den Einsatz im großen Orchester „fit gemacht“ wird.
Aus dem Kulturleben in Oberhundem und den umliegenden Ortschaften ist der Musikverein Rinsecke-Oberhundem nicht mehr wegzudenken. Neben der Gestaltung von kirchlichen Hochfesten und örtlichen Feierlichkeiten, gehört sicherlich die musikalische Gestaltung von Schützenfesten zu den wichtigsten Aufgaben des Vereins. Zur Vorbereitung auf die „Musiksaison“ wird in den Wintermonaten jährlich ein neues Konzertprogramm erarbeitet, welches beim traditionellen Frühlingskonzert in der Dorfgemeinschaftshalle präsentiert wird.

Die Geschichte des Musikvereins

Im kommenden Jahr 2009 kann der Musikverein Rinsecke-Oberhundem sein 100-jähriges Jubiläum feiern. Der Gründungstag war der 18. Januar 1909. Die Statuten unterzeichneten13 anwesende aktive Mitglieder. Selbst mit der Unterschrift des Amtmann und dem Siegel der Gemeinde ist das Orginal-Dokument versehen. Mit der Zahlung einer Steuer von 1,50 Reichsmark an das Königlich-Preußische Zollamt in Altenhundem traten die Statuten in Kraft und wurden damit zur Grundlage für das nunmehr fast 100-jährige Werden und Wirken des Musikvereins Rinsecke.
Die Musiker probten zunächst im Hause Hugo Hanses, dann bis 1960 im Gasthof Kaiser in der guten Stube bzw. im Nebenbau im Sälchen. Die öffentlichen Auftritte waren „Ständchen“ bei verschiedenen Anlässen, Prozessionen und auch kleine Feste sowie später auch Schützenfeste. Große Rückschläge brachten dem Verein die zwei Weltkriege 1914-1918 sowie 1939-1945. Leider sind für die Zeit bis 1950 keine Protokollbücher vorhanden. Das Erlebte bei den Proben und öffentlichen Auftritten haben die aktiven Musiker an die Jüngeren, bzw. den jeweiligen Nachfolgern, weitergegeben und erzählt. 

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Aus dem Jahre 1914 ist wohl dieses erste Gruppenfoto des Musikvereins Rinscke erhalten geblieben. Hintere Reihe von links: Paul Hanses, Peter Hüttmann, Martin Volmert, Josef Fretter und Karl Hanses. Vordere Reihe: Wilhelm Kaiser, Karl Stremmel, Johann Berg, Josef Lindemann, Johann Heitschötter sowie Josef-Augsust Hanses. Liegend: Karl Reichling

Eberhard Heitschötter, Josef Berg und Josef Fretter waren die Männer der ersten Stunde und bildeten den Vorstand des jungen Vereins. Als erster Dirigent waltete Josef-August Hanses, der als eigentlicher Initiator galt und dem neugegründeten Verein viele Jahre lang seine Freizeit opferte.
Während und nach dem ersten Weltkrieg
1914-1918 gab es erst 1921 die ersten Anzeichen für einen Neubeginn. Die gleichen Männer die 1909 die Initiative ergriffen, begannen auch jetzt wieder mit dem Aufleben des Vereins.

Von 1928-1939 dirigierte Wilhelm Berg den Verein. Nach dem zweiten Weltkrieg 1939-1945 wollte vorerst keine rechte Freude zum Neubeginn aufkommen. Johannes Reichling war es, der die entscheidenden Impulse gab und den Musikverein wieder zum Leben erweckte. Er war Vorsitzender von 1935-1960. Dann legte er die Verantwortung in jüngere Hände.

Der Höhepunkt dieser Epoche war sicher das mit einigen Jahren Verspätung gefeierte 40-jährige Stiftungsfest, das am 30. und 31. August 1952 in Rinsecke in den Pflanzenhallen der Firma Schulte-Wrede unter Mitwirkung von befreundeten Musikvereinen gefeiert wurde.

1959 begann eine große Wende im Verein. Aus Altersgründen gaben die älteren Musiker ihre Instrumente an die Jüngeren ab und wünschten ein gutes Fortbestehen des Vereins und Erfolg mit dem Aufbau von jungen noch auszubildenden Mitgliedern. Ab diesem Zeitpunkt begann die Neuzeit des Vereins. Ganz enorme Anstrengungen standen den neun noch aktiven Mitgliedern bevor. Da die neuen Jungmusiker überwiegend aus Oberhundem kamen, wurde der Name des Vereins im Einverständnis mit den Altmusikern (Musikrentner) erweitert und der Verein nannte sich ab 1960 „Musikverein Rinsecke-Oberhundem“. Erwähnenswert ist auch, daß  das ganze Instrumentarium und das vorhandene Sparbuch den Nachfolgern zu treuen Händen mit der Verpflichtung übergeben wurde, im Sinne der Gründer weiterzumachen.

Mit Paul Klose als Dirigent begann neue Ära des Vereins. Paul Klose war zu dieser Zeit Musikstudent in Hilchenbach und somit der passende Mann. Es war keine leichte Aufgabe für ihn, die 25 Musikanfänger auszubilden und in die Kapelle zu integrieren. Mit viel Mühe und Unterstützung der Jung-Altmusiker wuchs dann allmählich ein Klangkörper heran, dem die Öffentlichkeit Gehör schenkte.

1966 kam Elmar Löcker als neuer Dirigent, der dem Verein dann 16 Jahre vorstand. Ihn löste Franz Schulte aus Heinsberg ab und dirigierte bzw. übernahm die Leitung für 2 Jahre. Sein Nachfolger wurde Klaus Hatting. Er war ein junger dynamischer Musikpädagoge und Leiter der Musikschulen Attendorn und Finnentrop. 1985 verließ Hatting das Sauerland und übernahm in Süddeutschland die Stelle als Musikleiter in einer Schule.

Trompeter Dieter Steinhanses übernahm das Dirigat in den Jahren 1986 und 1987. Er war bereits jahrelang als Vizedirigent tätig. In früheren Jahren bekleidete übrigens Aloys Weisser diesen Posten. Erneut konnte man dann Paul Klose für die Zeit von 1987 bis 1999 als Dirigenten verpflichten. In diesem Zeitraum erlebte der Musikverein viele musikalische Höhepunkte wie beispielsweise gemeinsame Auftritte mit Heinz Eckner, Gotthilf Fischer und Walter Scholz. Zu berücksichtigen ist hier sicherlich auch eine zweiwöchige Konzertreise durch Russland und die Ukraine im Jahr 1991.

Nachfolger von Paul Klose wurde ein echtes Eigengewächs des Musikvereins: Dominik Steinhanses.  Unter seiner Leitung hat sich der Musikverein in den vergangenen Jahren zu einem etablierten symphonischen Blasorchester der Oberstufe herangebildet.

Neben dem jährlichen traditionellen Frühlingskonzert, führt der Musikverein die Festmusik auf zahlreichen Schützenfesten in der Umgebung aus. Aus dem kulturellen Dorfleben war und ist der Musikverein, der zahlreiche kirchliche und gesellschaftliche Feste begleitet, kaum mehr wegzudenken.  Erwähnenswert ist sicherlich auch das soziale Engagement des Musikvereins im Bereich der Jugendausbildung, die in den letzten Jahrzehnten sehr erfolgreich war. Aus dem Bestreben was neues und anderes zu machen haben sich aus dem Blasorchester immer wieder Jugendorchester und Tanzbands, wie früher die „Happy Sounds“ und die „Brass Band“ oder heute „mvro@night“ herausgebildet.

(Quelle: Oberhundem Chronik/Artikel: Herbert Sasse)

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